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Ein Paradies Für Naturliebhaber

Der Frühling war da und die Insel strahlte voller Blumen. Lämmer mit wedelnden Schwänzen spielten unter den Oliven und zerquetschten die gelben Krokusse unter ihren winzigen Füßen. Kleine Esel mit knolligen und schwankenden Beinen kauten zwischen den Asphodelus. Die Teiche und Bäche und Graben waren umgeben in Ketten von gepunkteten Kröteneiern, die Schildkröten warfen ihre Winterbettwäsche aus Blättern und Erde ab und die ersten Schmetterlinge, noch schwach und entkräftigt vom Winter, flogen betrübt zwischen den Blumen herum."
Aus "Meine Familie und anderes Getier" von Gerald Durrell.

Diejenigen denen Gerald Durrells "Meine Familie und anderes Getier" bekannt ist, haben bereits einen Eindruck der Vielfalt der Flora und Fauna auf Korfu. Für Naturliebhaber die gerne die Schönheit der Natur aus der Nähe bewundern möchten ist die Insel ein wahres Paradies. Egal ob Sie ein Botaniker, ein Ornithologe, ein Zoologe oder ein Photograph sind, Korfu hat allen etwas zu bieten. Pelekas liegt nah an Meer, Wald und Tal und ist ein idealer Ausgangspunkt für Erforschung und Beobachtung.

Pelekas ist umgeben von einem Reichtum an natürlichen Schätzen und besonders im Frühling ist die Schönheit der korfiotischen Landschaft atemberaubend. Das beeindruckendste Merkmal der Landschaft ist jedoch die riesige Anzahl an Olivenbäumen. Im Jahre 1623 boten die Venezianer Geld, als Antrieb Olivenbäume zu pflanzen und die wilden Bäume mit Kultivierbaren zu ersetzen. In einem Zeitraum von 100 Jahren gab es dann mehr als zwei Millionen Olivenbäume und diese Zahl ist weiterhin angestiegen sodass Korfu heute ein endloser Olivenhain ist. Dadurch dass Olivenbäume in Korfu sehr selten beschnitten werden, sehen sie anders aus als Olivenbäume in Restgriechenland und sind viel größer und wilder.

Das Mikroklima in Korfu begünstigt den Wachstum von Wildblumen die das ganze Jahr über blühen. Es gibt zum Beispiel 36 registrierte Orchideenarten auf Korfu. Im April und Mai ist der Boden ein wahrer Blumenteppich dessen Farben sich von Tag zu Tag verändern. Die Felder und Hügel sind, außer mit Olivenbäumen, auch mit anderen Baumarten üppig bewachsen. Einer der beeindruckendsten Bäume ist die Espe, die im Frühling mit lila Blumen bedeckt ist. Es gibt auch eine große Anzahl an Eichen und Ulmen. Weitverbreitet sind auch dunkelgrüne Zypressen die die Olivenhaine unterbrechen und der Landschaft eine andere Dimension geben.

In der Nähe von Pelekas befindet sich das Ropa Tal (2km), das sich auf einer Fläche von 2.500 Acres ausstreckt. Einst war es ein See, aber heute ist er ausgetrocknet und mit einem Netz von Abzugsrohren und Kanälen bedeckt, die das Regenwasser der umgebenden Hügel in den Ropa und Ermones Fluss und schließlich in das Meer leiten. Auf der Wiese befindet sich ein Golfplatz von international anerkanntem Niveau sowie ein Reitstall. Die Wiese ist ein bedeutendes Biotop, da dort eine Vielfalt an Vögel, Reptilien, Amphibien und Fischen siedelt. Zu den Amphibien gehören die Süßwasserschildkröten, die zusammen mit Hunderten von Ochsenfröschen im Fluss der neben dem Golfplatz liegt zu sehen sind. Auf Korfu wurden über 150 Vogelarten, ob Standvögel oder Teilzieher, beobachtet, viele davon sehr selten. Der Sichler, der Löffler, die Lachseeschwalbe, der Silberreiher und die Zwergscharbe sind einige der seltensten. Sie finden jedoch immer noch Schutz auf Korfus Feuchtgebiet, zusammen mit Kormoranen, Pfeifenten, Blässhühnern und Eisvögeln. Adler, die von dem Griechischen und Albanischen Festland herübergeflogen sind, sind ebenfalls oft zu beobachten. Es gibt aber auch eine Vielfalt an kleinen Säugetieren, wie z.B. Mauswiesel, Füchse, Stachelschweine und Wassermarder.

 

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